Schulmöbel für Uganda

Uganda befindet sich auf Platz 146 (von 175 Ländern) im Bericht über die menschliche Entwicklung 2004 der Vereinten Nationen.

Schon Anfang der neunziger Jahre erkannte Ugandas Regierung den Zusammenhang zwischen mangelnder Bildung und Armut. 74 Prozent der Jungen und 59 Prozent der Mädchen besuchen die Grundschule, aber nur 55 Prozent davon beenden sie auch. Daher sieht die Bildungsreform von 1997vor, dass der Grundschulunterricht für alle Jungen und Mädchen kostenlos ist, auch für die ärmsten Kinder im Land.

Doch die Regierung war auf den Erfolg dieser Initiative nicht vorbereitet: Innerhalb kürzester Zeit sahen sich die Grundschulen einem Anstieg der Schülerzahlen von 2.7 auf 5.7 Millionen gegenüber.

Dieser rasante Anstieg der Einschulungen hat zur Folge, dass in den staatlichen Schulen kein effektiver Unterricht stattfinden kann. Es mangelt an Räumen, Schulmöbeln, Lernmaterial und Lehrkräften. Der Unterricht findet oftmals unter freiem Himmel auf nackter Erde statt, in der glühenden Sonne oder im besten Falle im Schatten eines Baumes. Unter derartigen Bedingungen fällt es den Kindern schwer, sich zu konzentrieren. Als Schreibunterlage dienen der Boden oder die ausgestreckten Knie. In der Regenzeit fällt der Unterricht oftwochenlang aus.

Hinzu kommt, dass die Lehrer nicht ausreichend qualifiziert sind. Die Ausbildungsprogramme für Lehrer unterliegen keinem einheitlichen Qualitätsstandart. Die gängigen Lerninhalte tragen nicht dazu bei, Respekt für die Kinder und ihre Rechte zu fördern. Knappe Lernmaterialien und finanzielle Mittel verschärfen die Situation.

Plan in Uganda

Seit 1995 arbeitet Plan in Uganda und betreut 31.722 Patenfamilien. Die Programmgebiete Kamuli, Tororo und Luwero liegen jeweils im Osten Ugandas, sowie westlich und nördlich der Hauptstadt Kampala.

Lernen für die Zukunft

An neun Schulen wird ein Lernprogramm etabliert, das 2.500 Kinder im Grundschulalter dabei unterstützt, nach ihren Möglichkeiten zu lernen. Geplant ist der Bau von zehn Klassenräumen, ihre Ausstattung mit Schulmöbeln, der Bau von Toiletten und Spielplätzen sowie der Bau eines Lehrerzimmers. An drei Schulen werden Zisternen aufgestellt. Lehrer in zwei Gemeinden bekommen Unterkünfte gestellt.

Alle Schüler der neun Schulen erhalten Schulbücher und Lernmaterialien.

Plan Uganda entwickelt Bildungsmodelle, die an den kulturellen Kontext angepasste sind. Dafür werden Lehrer über Kinderrechte, HIV/AIDS und die besondere Lebenssituation von Mädchen aufgeklärt. Die Eltern gründen Bildungskomitees und erfahren Wissenswertes über Erziehung und das gesunde Aufwachsen ihrer Kinder. Die Schülerinnen und Schüler lernen ihre Interessen und Wünsche zu formulieren und vor den Erwachsenen auszusprechen. Ihr Wissen teilen sie mit Kindern an anderen Schulen.

Ziel ist, dass Kinder und Eltern lernen, wie wichtig Schulbildung ist, damit mehr Kinder die Grundschule erfolgreich abschließen und ein Selbstbewusstsein für ihr Leben als Erwachsene entwickeln.

Die kontinuierliche Weiterbildung der Lehrer und Elterngruppen verändert die Bildungssituation dauerhaft. Kinder, Familien, Lehrer und Gemeinden in das Netz der öffentlichen Bildungseinrichtungen einzubeziehen gewährt die Nachhaltigkeit des Projekts.

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